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Geschichte LK13 auf Kursfahrt in Berlin

Der Leistungskurs Geschichte besuchte zusammen mit Schülerinnen und Schülern des Sickingen Gymnasiums Landstuhl die Hauptstadt.

Der Leistungskurs Geschichte besuchte zusammen mit Schülerinnen und Schülern des Sickingen Gymnasiums Landstuhl die Hauptstadt. Am SGL hat diese Fahrt kurz nach dem schriftlichen Abitur schon lange Tradition. Auf Anfrage war man dort gerne bereit uns mitzunehmen, so dass wir in den Genuss einer sehr gut organisierten Kursfahrt kamen.

Die Tage in Berlin waren sehr intensiv, Urlaub sieht definitiv anders aus.
Schon auf der Hinfahrt - Sturmtief „Sabine“ verhinderte die Mitfahrt von zwei Mitgliedern unseres Leistungskurses – besuchten wir das Konzentrationslager Weimar Buchenwald, welches perfider Weise von den Befreiern, der Roten Armee, direkt weiter genutzt wurde, um politische Gefangene bis 1950 in der sowjetischen Besatzungszone zu internieren.

Nachdem wir unser Hotel am Senefelder Platz bezogen hatten, wurde die nähere Umgebung erkundet. Tag zwei führte uns ins Stasigefängnis Hohenschönhausen, wo uns ein dort inhaftierter Kubaner spannende Eindrücke seines Gefängnisaufenthaltes und generell der Haftanstalt lieferte. Ganz der deutsch-deutschen Trennung war dann der Besuch des „Tränenpalastes“ gewidmet am Bahnhof Friedrichstraße, wo zwischen 1961 und 1990 der innerstädtische Grenzübergang stattfand. Im selben Kontext stand dann auch der Besuch der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße, wo der über 120 Toten, die bei Fluchtversuchen innerhalb Berlins ums Leben gekommen waren, gedacht wird. Abgerundet wurde der Tag vom Besuch der Ausstellung „Topographie des Terrors“ über die Schrecken der Naziterrorherrschaft von 1933-1945. Nach vier Führungen an einem Tag waren wir auch restlos bedient.

Der Mittwoch führte uns ins Europa Haus der Europäischen Union, wo die Schülerinnen und Schüler bei einem Planspiel in die Rolle der Parlamentarier des europäischen Parlamentes schlüpften. Nach einem kurzen Abstecher in die Landesvertretung von Rheinland-Pfalz zum Besuch einer Ausstellung, ging es ins Paul Löbe Haus, wo die Bundestagsabgeordneten ihre Büros haben. Dort empfing uns Frau Angelika Glöckner von der SPD und beantwortete kompetent die Fragen der Jungwähler, welche kritisierten, dass die etablierten Parteien kaum auf ihre Bedürfnisse eingingen. Vom Bundestag eilten wir in den Bundesrat, wo dann ebenfalls ein Planspiel stattfand. Nun musste man in der Rolle eines der Bundesländer sich zum Problem des Tempolimits äußeren und abstimmen.

Der letzte Tag vor der Abfahrt trennten sich beide Gruppen, die Historiker fuhren nach Potsdam und besuchten Schloss Sanssouci, der Rest war im Bundesministerium für Verteidigung, im Bundesministerium für Umwelt, Energie und Reaktorsicherheit und im DDR – Museum. Langeweile kam definitiv keine auf. Der Donnerstag Abend stand zur freien Verfügung bzw. wurde vom Großteil zum Besuch von Maybrit Illners Livesendung genutzt.

Freitags ging es erfreulicher Weise ohne Stau nach Landstuhl, wo eine ereignisreiche Woche gegen 18.30 Uhr endete.

Ein großer Dank gebührt den beiden Kollegen des Sickingen Gymnasiums, Herrn Freudenberg und Herrn Rippel, ohne deren tolle Planung und Bereitschaft uns mitzunehmen, diese tolle Woche Berlin uns entgangen wäre!

Text und Bilder: Zi